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Knochenverankterte Hörsysteme

Ein natürliches Hörgefühl

Hinter dem Ohr

Die knochenverankerte Hörsysteme können zur Behandlung bestimmter Formen von schwerwiegendem konduktivem Hörverlust (Schallleitungshörstörung) eingesetzt werden, wobei eine große Gruppe aus Patienten mit chronischer suppurativer Mittelohrentzündung besteht. Das Implantat kann auch für gemischten Hörverlust und manchmal für unilateralen sensorineutralen Hörverlust eingesetzt werden.

Aber auch bei einseitiger Taubheit lässt sich das System als eine s.g. CROS-Versorgung zur Überleitung des Schalls auf die noch gut hörende Seite effektiv einsetzen.

Bei dieser Technologie wird ein 3- oder 4-mm Titanimplantat hinter dem Ohr eingesetzt. Dieses Implantat verwächst nach kurzer Zeit fest mit dem Knochen. Mit einer Schnappkupplung wird der Hörverstärker damit verbunden. Über den Weg der Knochenleitung gelangen die Geräusche in das Innenohr, wobei der Gehörgang oder das Mittelohr umgangen werden.

Das Hörsystem selbst, also die Elektronik, sitzt hinter dem Ohr auf dem Implantat und zwar unter dem Haaransatz. Sie entspricht in Aufbau und Konzept dem klassischen Hörgerät, wenn auch zur Schallübertragung kein Lautsprecher (Hörer) sondern ein mechanischer Schwinger verwendet wird, der den Knochen anregt.

Knochenleitungssystem Bonebridge

Knochenleitungshörsysteme stehen in verschiedenen Ausführungen zur Verfügung, die von der guten alten Knochenleitungsbrille über die knochenverankerten Systeme bis hin zur vor einigen Jahren entwickelten Bonebridge reichen.

Immer wieder kehrende Komplikationen bei Bonbridge-Versorgungen waren Entzündungen eines BAHA-Ankers, fehlende Möglichkeit eine Vibrant Soundbridge zu platzieren, und mehrfache Cholesteatom-Operationen. Die Implantation mit Bonbridge-Systemen gelang nun bei mehreren Kindern problemlos. Die audiologischen Ergebnisse zeigen einen signifikanten Hörgewinn.

Weitere Versorgungen von Patienten mit einseitiger Taubheit mit aktiven Knochenleitungs-Implantatsystem Bonbridge wurden in den vergangenen Jahren durchgeführt. Im Freiburger Einsilbertest verbesserten sich die Patienten von 18 Prozent auf 90 Prozent bei 65 dB Sprachpegel.

So stellt die Bonebridge eine neue audiologische Alternative für die Versorgung von Patienten mit einseitiger Taubheit dar.

 

Ein ganz anderes Knochenleitungssystem BC 811

Das Concha-Knochenleitungssystem BC 811 stellt eine Alternative zu Knochenleitungsbrillen und operativ implantierbaren Systemen dar. Es wird mithilfe einer Otoplastik in der Concha verankert und überträgt den Knochenschall über das Jochbein auf die Schädelknochen. Nach einer Studie mit Patienten zeigten die Ergebnisse, dass das BC 811 eine Alternative zu den knochenverankerten Systemen darstellt. Vorteil ist, dass es keine Operation benötigt und problemlos getestet werden kann.

 

 

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